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Zur Herbstvollversammlung ist das Diözesankomitee am Freitag,
29.10.2010, im Diözesanzentrum Obermünster zusammengekommen.
Als thematischen Schwerpunkt hatte sich das Gremium die von Misereor
für die 2011 geplante Fastenaktion "Menschenwürdig
leben. Überall!" gewählt, da die bundesweite Eröffnung
am 13. März 2011 in Regensburg stattfindet. Für dieses
außergewöhnliche Ereignis, das jedes Jahr in einer anderen
Diözese begangen wird und deshalb nur alle 27 Jahre nach Regensburg
kommt, hat das Diözesankomitee die Leiterin der Arbeitsstelle
von Misereor in München, Eva-Maria Heerde-Hinojosa, eingeladen.
Frau Heerde-Hinojosa berichtete von den Vorüberlegungen für
das geplante Thema. So würden bei der nächsten Fastenaktion
vor allem die Menschen in den Stadtrandgebieten von Ballungszentren
der Millionenstädte in den Blick genommen, die unter menschenunwürdigen
Umständen leben müssten. Dabei gehe es nicht nur um Armut
und Hunger, sondern auch um Unsicherheit, Krankheit, Gewalt, Hoffnungslosigkeit,
Arbeitslosigkeit und Zwangsumsiedlung. Sie stellte dazu auch den
Jungen vor, der auf dem Plakat zur Fastenaktion abgebildet ist,
und unter welchen Umständen er in seiner Heimat Kambodscha
leben muss.
Eine erste bundesweite Premiere gab es schon bei der Vollversammlung:
erstmals wurde das Hungertuch zur Misereor-Fastenaktion 2011 in
der Öffentlichkeit gezeigt. Der Künstler aus Togo, so
Frau Heerde-Hinojosa, habe mit verschiedenen Symbolen z.B. Kinderarbeit
oder Armut trotz Rohstoffreichtum die Realitäten dargestellt.
Das gesamte Bild stehe dabei zur Bibelstelle Mt 25 in Bezug, in
der vom jüngsten Gericht die Rede ist.
Die Referentin berichtete auch allgemein über die Arbeit von
Misereor. So sei die Zielgruppe für die Hilfsprojekte nicht
auf Christen beschränkt, sondern man helfe, wo Not sei. Den
einzelnen Verbänden und Geistlichen Gemeinschaften, die im
Diözesankomitee zusammengeschlossen sind, gab sie hilfreiche
Tipps, wie sie zur Vorbereitung der Fastenaktion beitragen und so
das Thema auch zu den Mitgliedern transportieren könnten. Außerdem
regte sie an, in allen Pfarreien einen "Coffee-Stop" am
01.04.2011 einzurichten, bei dem außerhalb von Kirchenräumen
fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt wird und auf die Situation
der Ärmsten der Armen aufmerksam gemacht wird. Dadurch werde
das Anliegen von Misereor auf die Straßen getragen.
Auf der Tagesordnung stand auch der Austausch über die zahlreichen
Missionsprojekte der einzelnen Verbände. Dabei wurde den Anwesenden
deutlich, wie unterschiedlich die Hilfsaktionen angelegt sind. So
berichtete Dr. Rainer Tichy, dass es bei der internationalen Hilfe
der Malteser vor allem um akute Hilfe gehe, andere Verbände
stellten mittel- und langfristig orientierte Projekte vor, z.T.
schon seit etlichen Jahrzehnten am Laufen seien.
Bei der Rückschau auf die Aktivitäten des Diözesankomitees
im vergangenen Jahr hob der stellvertretende Vorsitzende Michael
Meier vor allem die Podiumsdiskussion zum Thema "Austreten
oder Bleiben? - Mit der Kirche in die Zukunft!" hervor, die
enorme positive Resonanz gefunden habe. Außerdem lud er zur
nächsten Veranstaltung zum Thema "Auflösung der Geschlechtsidentität
durch Gender-Mainstreaming' - Plädoyer für eine
christliche Antwort" am 10.11.2010 im Kolpinghaus Regensburg
mit der Publizistin Gabriele Kuby ein. Dabei gehe es um eine herausfordernde
Diskussion zur Ideologie, dass man sich sein Geschlecht selbst aussuchen
könne.
Vom Arbeitskreis Ehe und Familie berichtete Werner Spitzl über
den Abschluss des Themenschwerpunkts "Heiligung des Sonntags"
mit der Preisverleihung beim Kreativwettbewerb "Was den Sonntag
einfach göttlich' macht" sowie von den aktuellen
Aktivitäten zur Weitergabe des Glaubens. Dabei habe man den
Schwerpunkt auf die Erstellung eines Heftes mit Wallfahrtsorten
und Zielen für Familienausflüge gelegt, das den Titel
"... da fahren wir am Sonntag hin!" trägt. Dadurch
sollen die Eltern ermutigt werden, die Glaubenstradition an die
Kinder weiterzugeben.
Regensburg, 29.10.2010
Manfred Fürnrohr
Geschäftsführer Diözesane Räte
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